Meanwhile in the U.S. …

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bencohenbook

… und „FĂ€lschung“ 😉 …

fox20140807

Der ganze Beitrag: http://video.foxnews.com/v/3719368992001/are-anti-israel-protests-an-excuse-for-anti-semitism/#sp=show-clips

Im Nebel der „Grauzone“

taz: Herr Gysi, gibt es in der Linkspartei Antisemitismus?

Gregor Gysi: Nein. Antisemitismus bedeutet, Juden oder JĂŒdinnen zu benachteiligen oder Schlimmeres zu tun, weil sie Juden oder JĂŒdinnen sind. Das kenne ich aus unserer Partei nicht. Der Begriff wird derzeit leider inflationĂ€r verwandt.1

Am 8. und 9. November 2013 findet im JĂŒdischen Museum in Berlin eine gemeinsam mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und dem Zentrum fĂŒr Antisemitismusforschung (ZfA), das an der TU Berlin angesiedelt ist, veranstaltete internationale Konferenz unter der Überschrift „Antisemitism in Europe Today: the Phenomena, the Conflicts“2 statt.

FĂŒr den zweiten Tag der Veranstaltung wird die Teilnahme des deutschen Protest- und Antisemitismusforschers Peter Ullrich an einer GesprĂ€chsrunde „New Antisemitism – Criticism of Israel or Antisemitism?“ angekĂŒndigt, einer Diskussion der Frage also, wann „Kritik an Israel“3 umschlĂ€gt in Antisemitismus.

Als Autor mit einer recht langen Publikationsliste4 bei der der Partei Die Linke nahestehenden Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) könnte, sollte man meinen, Peter Ullrich ein fachlich und sachlich kompetenter Referent sein, wurde der Partei doch vor allem wegen und nach der Teilnahme zweier ihrer aktiven Bundestagsabgeordneten an der „Free Gaza“-Flotte 2010 immer wieder Antisemitismus vorgeworfen.

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Beschneidungspanik

Mit seinem folgenreichen Urteil vom 7. Mai 2012 wies das Landgericht Köln einen Einspruch der Staatsanwaltschaft gegen einen am 21. September 2011 ergangenen Freispruch eines Allgemeinmediziners zurĂŒck, der am Amtsgericht Köln der gefĂ€hrlichen Körperverletzung angeklagt worden war, weil er die Beschneidung eines vierjĂ€hrigen Jungen vorgenommen hatte.

Zwei Tage nach der Beschneidung war es zu Komplikationen gekommen, von denen die Kölner Staatsanwaltschaft erfahren und darauf Anklage erhoben hatte. In seinem Urteil betonte der Amtsrichter, daß der Angeklagte freizusprechen sei, da der Eingriff wegen einer wirksamen Einwilligung der Eltern des Jungen gerechtfertigt gewesen sei:

„Die Entscheidung habe sich an dem Wohl des Kindes ausgerichtet, da die Zirkumzision als traditionelle Handlungsweise der Dokumentation der kulturellen und religiösen Zugehörigkeit diene, womit auch einer Stigmatisierung des Kindes entgegengewirkt werde. Ferner dĂŒrfe nicht verkannt werden, dass die Zirkumzision auch im amerikanischen und angelsĂ€chsischen Raum aus hygienischen GrĂŒnden einen wichtigen Stellenwert einnehme.“1

Mit seiner Entscheidung bestĂ€tigte das Landgericht Köln zwar den Freispruch der Mediziners, sah aber durch die Beschneidung des Jungen ohne medizinische Notwendigkeit den „Tatbestand der einfachen Körperverletzung“2 als erfĂŒllt an; der Angeklagte habe „sich in einem unvermeidbaren Verbotsirrtum befunde(n)“3 und sei deshalb freigesprochen worden.

Die Beschneidung selbst bewertete das Landgericht in Köln entschieden anders als die Vorinstanz im September 2011:

„Dieser Eingriff sei insbesondere nicht durch die Einwilligung der Eltern gerechtfertigt, weil sie nicht dem Wohl des Kindes entspreche. Denn im Rahmen einer vorzunehmenden AbwĂ€gung ĂŒberwiege das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit vorliegend die Grundrechte der Eltern. Ihre Religionsfreiheit und ihr Erziehungsrecht wĂŒrden nicht unzumutbar beeintrĂ€chtigt, wenn sie gehalten seien abzuwarten, ob sich das Kind spĂ€ter selbst fĂŒr eine Beschneidung entscheidet.“4

Eine Berufung gegen diese EinschĂ€tzung ist nicht mehr möglich, da der ursprĂŒnglich Angeklagte freigesprochen wurde.

Mit dem Bekanntwerden dieses Urteils begann eine bis heute nicht beendete „Beschneidungsdebatte“, deren Heftigkeit vermuten lĂ€ĂŸt, daß es den wenigsten Protagonisten, die sich gegen die Beschneidung von Jungen aus religiösen Motiven aussprechen, tatsĂ€chlich um eine ernsthafte Debatte ĂŒber das Wohl von Kindern geht.

So erfuhren jĂŒdische und muslimische Eltern von AndrĂ© Schulz, dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), daß sie, lassen sie an ihren Söhnen die Beschneidung vornehmen, sich nicht etwa „nur“ einer „einfachen Körperverletzung“ schuldig machten, wie noch das Landgericht in Köln gemeint hatte. FĂŒr den BDK-Chef mußte es etwas mehr sein.

„Eine religiös begrĂŒndete Beschneidung ist laut Strafgesetzbuch eine schwere Körperverletzung.“5

Aus Kreisen, die fĂŒr sich beanspruchen, gegen Antisemitismus einzutreten und Israel solidarisch verbunden zu sein, wurde vor allem Juden mitgeteilt, daß sie sich zu Ă€ndern haben. Kommentierte fĂŒr Politically Incorrect Michael StĂŒrzenberger, „so etwas hat nach meiner festen Überzeugung in unserem Land nichts zu suchen“6, bat die Redaktion Bahamas zum Prozeß unter dem Motto:

„Die Beschneidung wird nicht als archaisch ‚hingestellt‘, sie ist es.“7

Im politischen Mainstream verbat derweil Marlene Rupprecht, MdB und Kinderbeauftragte fĂŒr die SPD, sich jĂŒdische Kritik am Urteil des Landgerichts in Köln:

„Auf die Feststellung des ZentralratsprĂ€sidenten der Juden, Dieter Graumann, ohne Rechtssicherheit fĂŒr Beschneidungen sei jĂŒdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich, sagte Rupprecht, dies sei ein ‚Totschlagargument‘. Man könne nicht sagen: ‚Wir hatten den Holocaust, also haben wir jahrhundertelang nichts zu kritisieren.‘“8

Und zuletzt entblödete sich der Ethikrat Reinhard Merkel, von dem sich die deutsche Regierung und der Bundestag beraten lassen, nicht, mit „ungewohnt deutlichen Worten“9 gegen die Beschneidung zu Felde zu ziehen. „Wir werden gravierende Komplikation (sic!) bis hin zu TodesfĂ€llen erleben“10, erklĂ€rte er im Interview mit dem Deutschlandfunk.

Die Argumente all der bisher Genannten sowie weiterer Ungenannter11 haben mit der RealitĂ€t wenig zu tun. WĂ€hrend sie fĂŒr sich beanspruchen, das Kindeswohl zu verteidigen, spricht aus ihnen tatsĂ€chlich nichts als Ressentiment, was sich besonders deutlich in einem Vergleich zwischen Israel und Deutschland bzw. der EuropĂ€ischen Union zeigt.

Zum Nationalfeiertag erfreute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Deutschen, von denen mal 45 Prozent12, mal 56 Prozent13 das „archaische Ritual“ verbannen und verbieten möchten, mit der Nachricht, daß ihre Lebenserwartung „auf Rekordwerte gestiegen“14 sei: „Neugeborene Jungen werden durchschnittlich 77 Jahre und 9 Monate alt“15.

In der jĂŒdischen Demokratie, wo es schwierig sein dĂŒrfte, unbeschnittene Jungen oder MĂ€nner zu finden, ist die Lebenserwartung neugeborener Jungen mit 78,88 Jahren16 etwas mehr als zwölf Monate höher als in Deutschland. Überleben im europĂ€ischen Durchschnitt beinahe 4,96 Jungen ihr erstes Lebensjahr nicht, sind es in Israel trotz der Beschneidung durchschnittlich nur 4,2517.

Glaubt man ihren deutschen Gegnern, so ist die Beschneidung von Jungen ein blutiges Ritual, das von „gravierende(n) Komplikation(en) bis hin zu TodesfĂ€llen“ begleitet wird. TatsĂ€chlich wĂ€chst die israelische Bevölkerung jĂ€hrlich um 1,54 Prozent, wĂ€hrend die Deutschlands um 0,2 Prozent18 abnimmt. Könnte die Zirkumzision daran vielleicht etwas Ă€ndern?

1 http://www.lg-koeln.nrw.de/Presse/Pressemitteilungen/26_06_2012_-_Beschneidung.pdf

2 ebd.

3 ebd.

4 ebd.

5 http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/65515862/bundestag-votiert-fuer-beschneidungen

6 http://www.pi-news.net/2012/07/beschneidung-und-sonstiger-religioser-wahn/

7 http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/20120927berlin.html

8 http://www.welt.de/newsticker/news3/article108804777/Zweifel-an-schneller-gesetzlicher-Loesung-fuer-Beschneidungen.html

9 http://www.welt.de/politik/deutschland/article109564185/Strafrechtler-warnt-vor-Todesfaellen-bei-Beschneidung.html

10 ebd.

11 Zur Kritik vgl.: http://clemensheni.net/2012/10/01/von-weimar-nach-berlin-antisemitismus-vor-auschwitz-und-im-jahr-2012/

12 http://nachrichten.t-online.de/umfrage-fast-die-haelfte-der-deutschen-fuer-beschneidungsverbot/id_58048952/index

13 http://www.ftd.de/politik/deutschland/:umfrage-deutsche-lehnen-religioese-beschneidung-ab/70057463.html

14 http://www.welt.de/politik/deutschland/article109584614/Die-Deutschen-werden-so-alt-wie-nie-zuvor.html

15 ebd.

16 https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2102.html#is

17 https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2091.html#is

18 https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2002.html#is

Sehen, was andere boykottieren wollen

Ein Verlag, der gar nicht ausgeladen wurde, sondern nur nicht ein, klagt, er werde von den Linken Buchtagen, die derzeit in Berlin stattfinden, „boykottiert“.

In die Klage stimmen mit den ĂŒblichen BerĂŒchtigten von „Tochter“ Evelyn Hecht-Galinski bis ZitatfĂ€lscher Ilan Pappe, von Jews for Boycotting Israeli Goods bis BDS Gruppe Berlin alle ein, die man, so bei Verstand, nie vermissen wĂŒrde, und befehlen, „ein Zeichen [zu] setzen!“

Wir rufen zum Boykott der „Linken Buchtage“ auf.

Eine erfreuliche Nachricht, bleibt Veranstaltern, Teilnehmern und Besuchern so doch die Anwesenheit all dieser zu einer gesitteten Diskussion UnfÀhigen hoffentlich erspart. Die Linken Buchtage können dadurch nur gewinnen.

Am Sonnabend wird Ein Super-GAUck durch Dr. Clemens Heni vorgestellt. Ein Besuch wird dringend empfohlen ;-).

Ein Super-GAUck

Eine nahezu Allparteienkoalition nominierte am 19. Februar den neuen BundesprÀsidenten 2012, den Super-GAUck.

Was steckt hinter diesem PhĂ€nomen? Ist es ein Vorgeschmack auf die Zukunft, wenn ein Ausscheren aus dem Konsens als „Schweinejournalismus“ (O-Ton JĂŒrgen Trittin) diffamiert wird?

AnnĂ€hernd unisono feiern die großen Medien Pastor Joachim Gauck als GlĂŒcksgriff und Freiheitsapostel und niemand wird skeptisch, wenn die Neue Rechte und deren publizistisches Flaggschiff, die Wochenzeitung Junge Freiheit, euphorisch titelt: „Wir sind PrĂ€sident!“

Ein Super-GAUck
13 Texte von Autoren aus Deutschland, England, Litauen und Israel bieten Analysen zur politischen Kultur, der „Prager Deklaration“ und vielem mehr.

Zu den Autoren zĂ€hlen unter anderem Efraim Zuroff, Deniz YĂŒcel, Wolfgang Wippermann, Andrej Reisin, Anton Maegerle, Dovid Katz und Patrick Gensing.

Das Buch kann jetzt versandkostenfrei direkt beim Verlag bestellt werden: http://www.editioncritic.de/2012/03/13/neuerscheinung-ein-super-gauck/